OriginalMedium

persönliche Geschichten neu erzählen

 

Sven Rupprecht

 

Seit 1998 arbeite ich als Kameraassistent für das ZDF und freie Filmproduktionsfirmen. Dabei habe ich an verschiedenartigen Produktionen vom kurzen Nachrichtenbeitrag bis zur Dokumentation mitgewirkt.


Ich konnte dabei viel über verschiedene Ansätze mit dem Medium Fernsehen/Video zu arbeiten lernen. Was mich jedoch ebenso nachhaltig gebildet und geprägt hat, ist die Bandbreite verschiedenster Situationen und Menschen, die ich bei dieser Arbeit miterleben und kennenlernen durfte und weiterhin darf. Das Spektrum reicht hierbei von Interviews mit Politikern, Wissenschaftlern und Konzern-Chefs ebenso wie mit Gefängnis-insassen in Sicherheitsverwahrung, über die Anwesenheit bei einer Geburt bis zum Helikopterflug über Gletscher in den Schweizer Alpen. Seit 2010 arbeite ich auch als Operator/Cutter in einem (kleinen) Satelliten-übertragungswagen (Easylink) des ZDF, der in der Nachrichtenproduktion eingesetzt wird.

 

Neben meiner Arbeit begann ich 2003 ein Studium im Bereich Digitaler Film/Video am SAE Institut in Frankfurt, das ich 2006, nach einem Jahr Auslandsstudium in Australien mit dem Titel Bachelor of Arts, vergeben in Kooperation mit der britischen Middlessex University, beendete. Inhalt des Studienganges Digital Film Making war das Planen sowie Produzieren und Nachbearbeiten von digitalen Filmen. Ebenso war aber auch die Einordnung audiovisueller Medien in kulturhistorische, soziale, rechtliche, wirtschaftliche und pädagogische Zusammenhänge Bestandteil des Lehrplans.

 

Als Filmemacher kann ich nun selbständig, professionelle Filme mit kleinem Budget und geringem Personaleinsatz produzieren und auf DVD oder anderen digitalen Medien und auch im Internet veröffentlichen. Meine Grenzen hierbei kenne ich natürlich auch, und mit Teams von hochspezialisierten Experten, wie ich sie bei meiner Arbeit beim ZDF erlebe, kann ich qualitativ natürlich nur begrenzt konkurrieren. Meine Produktionen glänzen jedoch mit einem sehr wettbewerbsfähigen Preis/Leistungs-Verhältnis und zeigen durchweg eine authentische Handschrift.


Im Verlauf meines Studiums konzentrierte ich mich mehr und mehr auf das Erzählen persönlicher Geschichten mit digitalen Medien und fand unter dem Begriff "Digital Storytelling" ein Konzept und eine Arbeitsweise, die mich faszinierte und deren grosses Potenzial ich deutlich erkennen kann. Ich beschäftigte mich damit eingehend im letzten Jahr meines Studiums und meiner Bachelor Arbeit, in der ich der Frage nachging, ob man die archetypische Dramenstruktur der Heldenreise in diesem Bereich als Reflektionswerkzeug und Ordnungsprinzip benutzen kann.

 

Es fiel mir auf und ich fand durch Befragungen Belege dafür, dass immer mehr Menschen immer mehr digitale audiovisuelle Inhalte (Bilder, Videos, Musik) produzieren, aber oft nicht genau wissen, was sie damit anfangen sollen. Und das, obwohl bei vielen, gerade auch Jugendlichen, diese persönlichen Dokumente einen sehr wichtigen Beitrag in der Entwicklung des Selbst-Bildes darstellen.

 

Ursache hierfür ist meiner Meinung nach eine relativ geringe Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit der meisten Menschen in der audiovisuellen Sprache der sie alltäglich umgebenden AV-Medien. Man ist gewohnt, Medien zu konsumieren, hat aber noch nicht ausreichend gelernt, sie aktiv als Ausdrucksmittel zu benutzen. Der Trend hin zur Kommunikation mithilfe von digitalen AV-Medien auch im Alltag erscheint mir als eine der wichtigsten kulturellen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Wie YouTube und andere Videoplattformen, ebenso wie viele Initiativen im Bildungsbereich beweisen, sind die Veränderungen schon in vollem Gange.


Neben meiner Arbeit beim ZDF und meinen neuen Aufgaben als Vater  eines Sohnes absolvierte ich im Jahr 2007 einen Lehrgang „Train the Trainer“, um Grundlagen der Seminargestaltung und -durchführung zu lernen. Ein Jahr später, 2008, nahm ich in Kopenhagen an einer weiteren „Train the Trainer“- Veranstaltung teil, die speziell das Thema Digital Storytelling behandelte und von Joe Lambert, dem Leiter des Center for Digital Storytelling in Berkley, USA geleitet wurde. Im November 2008 hielt ich einen Greenscreen-Workshop für Kinder im Rahmen des Kinder-Kino-Festes in Düsseldorf. 2009 wurde meine Tochter geboren.


Jetzt ist die Zeit, digitale Medien auf kreative Weise in den Dienst menschlicher Kommunikation zu stellen. Das Veranstalten von Digital Storytelling Workshops sehe ich als die Aufgabe, in der ich meine vielfältigen  Interessen und Begabungen (die sich nie allzu einseitig spezialisieren liessen) sinnvoll einsetzen kann. In diesem Teil meiner Geschichte fügen sich viele getrennte Einzelheiten und Themen der vorherigen Kapitel irgendwie ganz natürlich zu etwas Neuem zusammen.


Sehr sinnvoll und effektiv lässt sich Digital Storytelling meiner Meinung nach in Kooperationen mit Gemeinschaften und Organisationen oder in medienpädagogischen Einrichtungen nutzen. Das vielfältige Potenzial von aktiver, kreativer Medienarbeit kann in gezielten, themenbezogenen Projekten Erstaunliches bewirken. Für eine Zusammenarbeit mit interessierten Einzelpersonen stehe ich aber auch zur Verfügung. Ich freue mich über jede Anfrage und antworte umgehend.


Bis bald

Sven Rupprecht

 

Filmemacher

Seminarleiter Digital Storytelling Workshops

Kamera(-assistent), Operator/Cutter Easylink

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